Füllungen/Inlays

Ist ein Zahn von Karies befallen sollte die Entfernung so schnell wie möglich vorgenommen werden, damit ein Vordringen der Bakterien in tiefere Schichten des Zahnes verhindert wird. Das dadurch entstandene Loch muss anschließend gefüllt werden kann. Hierzu bieten wir bieten verschiedene Materialien an.

Amalgam

Amalgam ist das Füllungsmaterial was seit Jahrzehnten von der Krankenkassa im Seitenzahnbereich empfohlen und vollständig übernommen wird. Vorteilhaft ist sicherlich der günstige Preis, die Langlebigkeit und die schnelle und einfache Durchführbarkeit für den Zahnarzt.

Als Nachteil ist die dunkle Farbe zu nennen, und schließlich wird Amalgam auch wegen seiner Inhaltstoffe(Quecksilber) an den Pranger gestellt. Tausende von Studien sprechen gegen und für Amalgam. Gibt man das Wort "Amalgam" in eine Suchmaschine ein, so erscheinen über 2 Mio Links. Wir halten uns aus der Diskussion um das Amalgam vollständig heraus, setzen es aber nicht bei unseren Kindern ein. Jeder Patient soll selbst entscheiden, was er in seinem Mund haben möchte.

Mit unseren modernen Kunststoff-Füllungen und unseren hochwertigen Gold oder Keramik Inlays bieten wir einen hochwertigen Ersatz für Zahnfüllungen aus Amalgam an. Sie sind um ein Vielfaches ästhetischer als amalgamgefüllte Zähne und enthalten garantiert kein Quecksilber!

Kunststoff Füllungen

Kunststoff-Füllungen sind Verbundwerkstoffe. Ihr Hauptanteil, ca. 80 Prozent des Materials - besteht aus kleinsten Keramik-, Glas- und Quarzpartikeln, während der eigentliche Kunststoffanteil nur etwa 20 Prozent ausmacht. Hochwertige Kunststoff Füllungen stehen in unterschiedlichen  zahnidentischen Farbabstufungen und Transparenzen zur Verfügung. So können die verschiedenen Schichten des Zahnes mit den entsprechenden Kompositmassen naturgetreu aufgebaut werden. Kompositfüllungen sind besonders geeignet für den sichtbaren Bereich, die Frontzähne und für kleine bis mittelgroße Defekte an den Seitenzähnen. Die Kunststoff-Füllung ist deshalb eine sehr schonende Art der Kariestherapie.

bild - junge mit zahnbürste

Inlays

Inlays kommen zum Einsatz, wenn es um dauerhafte, Zahnsubstanz schonende Restaurationen der Seitenzähne geht. Auch hier steht die Wiederherstellung von kariesgeschädigten Zähnen im Vordergrund. Die feinen Fissuren und die Höcker der Kauflächen werden dabei funktionsgerecht wieder hergestellt. Inlays werden entweder aus einer Goldlegierung oder aus Keramik individuell vom Zahntechniker gestaltet und so farblich und funktionell optimal an den Zahn angepasst.

Welche Vorteile/Nachteile haben Gold Inlays?

Goldinlays sind ideal, um defekte Zahnsubstanz im Seitenzahnbereich wieder herzustellen. Das Edelmetall oxidiert nicht und ist im Hinblick auf Langlebigkeit und Mundbeständigkeit unerreicht. Durch die materialbedingte Möglichkeit, einen optimalen Randschluß an der Präparationgrenze herzustellen, ist eine Haltbarkeit von 20 und mehr Jahren möglich. Reines Gold wäre für den Druck der beim Kauen entsteht natürlich zu weich, deshalb wird für die Zahnfüllung eine Goldlegierung verwendet. Deren besondere Haltbarkeit entsteht durch Zusatz kleiner Mengen anderer Edelmetalle wie Platin, Kupfer und Silber. Ein Goldinlay wird mit einem speziellen Zement befestigt.

Zu den physikalischen Eigenschaften des Goldes zählt, neben anderen, auch die hohe Temperaturleitfähigkeit. Nach dem Einsetzen eines Goldinlays kann es also vorkommen, dass Sie anfänglich gegenüber sehr kalten oder warmen Speisen empfindlich reagieren. In der Regel entfällt dieser Effekt nach kurzer Gewöhnung vollständig.

Welche Vorteile/ Nachteile haben Inlays aus Keramik?

Insbesondere im Seitenzahnbereich besteht oft die Gefahr, dass dünne Zahnwände durch den massiven Kaudruck brechen können. In diesem Fall bieten Keramik Inlays die Möglichkeit, dünne Wände durch Klebekraft zu stabilisieren und so einem Zerbrechen des Zahns vorzubeugen. Durch die hervorragenden Materialeigenschaften der modernen Keramiken in Verbindung mit der außerordentlich beständigen Klebeverbindung sind die Restaurationen auch bei hauchdünner Verarbeitung besonders langlebig und stabilisieren geschwächte Zähne.

Keramik ist grundsätzlich nicht elastisch und vor allem härter als der natürliche Zahnschmelz. Patienten die an Bruxismus (nächtlichem Zähneknirschen) leiden, empfehlen wir daher die Verwendung einer Knirscherschiene um der Abrasion (mechanischer Abrieb) gegenüberliegender Zähne vorzubeugen und die Gefahr der Inlayfraktur (Bruch) zu verringern.

Wie läuft eine Behandlung für ein Inlay oder mehrere Inlays ab?

Für eine Inlayversorgung sind stets zwei Sitzungen notwendig. In der ersten Sitzung wird die Karies entfernt und der Zahn so präpariert das er in eine optimale Form gebracht wird um ein Inlay aufzunehmen. Anschließend wird ein Abdruck angefertigt, der dem Zahntechniker als Vorlage dient. Im zahntechnischen Labor wird das Inlay hergestellt und ca. eine Woche später eingeklebt bzw.zementiert. In der Zwischenzeit bekommen die Zähne ein Provisorium. Inlays weisen eine sehr hohe Passgenauigkeit auf. Durch die hohe Passgenauigkeit wird ein optimaler Randschluss zwischen Zahn und Restauration erzielt. Dadurch verringert sich die Gefahr, dass Bakterien zwischen Inlay und Zahn gelangen und eine neue Karies verursachen.

Veneers

Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, die auf die Zahnoberfläche geklebt werden. Je nach Indikation wird entweder gar keine Zahnsubstanz abgetragen oder nur sehr wenig bis 0,5mm. Mit Veneers ist es möglich Ihnen zu einem strahlenden Lächeln zu verhelfen. Verfärbungen, Zahnfehlstellungen, Zahnlücken können sehr minimalinvasiv das heißt substanzschonend beseitigt werden. Im Rahmen der Therapie einer Funktionsstörung ist es möglich mit Veneers wichtige Funktionsflächen aufzubauen ohne die Zähne zu beschleifen. Die absolut natürlich wirkenden Keramikschalen werden im Zahntechnischen Labor individuell für Sie hergestellt. Mit einem zahnmedizinischen Spezialkunststoff werden die hauchdünnen und vollkommen metallfreien Veneers auf den vorbereiteten Zahnschmelz geklebt. Ein Veneer besteht aus einer lichtdurchlässigen, zahnfarbenen Keramik. Deshalb ist der Übergang zu den eigenen Zähnen nicht sichtbar. Die dünnen Schalen aus Keramik sind eine bewährte Alternative zur totalen Überkronung der Zähne.

Der restaurierte Zahn sieht völlig natürlich aus und besticht durch seine hervorragende Ästhetik. Diese Ästhetik ist dauerhaft. Ein Veneer verfärbt nicht.

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